Fahrtraining

Datum: 17. Februar 2003 
Alarmzeit: 8:00 Uhr 
Art: Veranstaltung  


Einsatzbericht:

Fahrerschulung für Maschinisten von Feuerwehrfahrzeugen

am ADAC-Übungsplatz in Gründau

am 17. Februar 2003

 

Am Montag, den 17. Februar 2003, ging es für unseren Gerätewart Oliver Kreß und mich um 8 Uhr morgens los.

In unserem LF 8 fuhren wir nach Gründau auf den ADAC-Übungsplatz. Wir waren dort zwei von insgesamt 20 Teilnehmern an einer Fahrerschulung für Maschinisten von Feuerwehrfahrzeugen. Als wir dort ankamen, wurde heftig darüber diskutiert, mit welchem Fahrzeug wir erschienen waren. Doch das sollte sich im Laufe des Tages noch ändern!
Da stand unser LF 8 nun um 10 Uhr zwischen all den LF 16/12, TLF 16/25 und LF 16/TS. Zugegeben, es war ein lustiger Anblick! Nach der Vorstellungsrunde im ADAC-Clubhaus ging es dann um halb elf auch gleich raus auf den Platz zum praktischen Teil.

Dort wurde uns, über den Tag verteilt, Wissen darüber vermittelt, was man in Grenzsituationen tun sollte.

Für mich war es ein sehr lehrreicher Tag, ich hab sehr viel über das Fahrverhalten unseres LF 8 hauptsächlich in Grenzsituationen erfahren. So wurde z. B. das richtige Bremsen vermittelt. Im Notfall ist es schon ein merkwürdiges Gefühl, mit aller Kraft auf das Bremspedal zu treten, um das Fahrzeug schnellstmöglich anzuhalten.

Ebenso ist das richtige Einstellen des Spiegels und natürlich auch des Sitzes eine wichtige Sache. Das Einstellen des Sitzes ist deshalb wichtig, weil in einer Bremssituation bei einem nicht richtig eingestelltem Sitz nicht die ganze Kraft fürs Bremsen aufgebracht werden kann. Die Gefahr einer schwereren Verletzung im Beckenbereich ist bei einem Frontalzusammenstoß mit falsch eingestelltem Sitz erheblich größer als mit richtig eingestelltem Sitz.

Die richtige Sitzeinstellung ist dann erreicht, wenn die Beine bei durchgetretenen Pedalen noch leicht angewinkelt sind. Ebenso sollen die Hände, ohne dass die Schulter und der Rücken die Rücksitzlehne verlassen, ans Lenkrad reichen.

Zur richtigen Spiegeleinstellung ist zu sagen, dass man den Spiegel so einstellen muss, dass man das Fahrzeug nur ab der Hinterachse im Spiegel sieht. Dadurch sieht man einen größeren Bereich um das Fahrzeug herum im Spiegel.

Bei der Fahrerschulung wird, über den ganzen Tag verteilt, das richtige Einstellen des Sitzes und des Spiegels, das richtige Bremsen, das Ausweichen und Umfahren von Hindernissen sowie das Bremsen und Ausweichen auf einer glatten Fläche, was einer festgefahrenen Schneedecke gleichkommt, gezeigt und geübt.

Abschließend kann ich für meine Person nur jedem Maschinisten bei der Feuerwehr empfehlen, solch ein Fahrertraining einmal mitzumachen.

Natürlich kann man auch als Privatperson mit seinem Privatauto ein solches Fahrersicherheitstraining absolvieren. Machen kann man dies auf jedem ADAC-Platz. Beim ADAC kann man nähere Informationen erfahren.

Ein solches Fahrsicherheitstraining ist z. B. ein schönes Geburtstagsgeschenk und immer zu empfehlen.

Christian Bosold