Brand Klinikum Fulda

Datum: 30. Juni 2003 
Alarmzeit: 16:02 Uhr 
Art: Einsatz  


Einsatzbericht:

Bei Schweißarbeiten von Bitumenbahnen zur Sanierung des Dachs der Kinderklinik am Klinikum Fulda ist heute Nachmittag Isoliermaterial der Zwischendecke in Brand geraten. Ab 15:48 Uhr bemühten sich mehr als 30 Feuerwehrleute, an den sich ständig ausbreitenden Schwelbrand „heranzukommen“ und zu löschen. Das Klinikgebäude selbst war „umstellt“ von allein neun Einsatzfahrzeugen. Gegen 19:20 Uhr hieß es „Feuer aus“, die Einsatzkräfte konnten wieder abrücken. Die Schadenshöhe ist noch unbekannt.

Noch gegen 18 Uhr hatte der Leiter der Feuerwehr, Thomas Hinz, gegenüber „Osthessen-News“ erklärt: Das ist eine ganz schwierige Sache, es handele sich um einen „sehr unkonventionellen Brand“.

Die besondere Schwierigkeit des Einsatzes ergab sich auch durch den Umstand, dass sich direkt darunter die Intensivstation der Kinderklinik befindet. „Der Betrieb läuft weiter, es gibt eine gute Kooperation mit der Feuerwehr und Patienten sind nicht in Gefahr“ beruhigte der stellvertretende Verwaltungsdirektor Stefan Burkard.

Mit Wärmebildkameras wurden Wände und Decken nach „erhöhter Temperatur“ untersucht. Teilweise mußte die Be- und Entlüftung auf dem Dach demontiert und die Verkleidungen entfernt. Auch das Dach wurde inzwischen stellenweise geöffnet, um an das schwelende Isoliermaterial aus Kokosmatten heranzukommen.

Zwischendurch wurden sogar Kräfte ausgetauscht und Stadtteile zur Ablöse in Alarmbereitschaft versetzt. Gute Hilfe kam bei diesem Einsatz von einem ganz neuen Fahrzeug, das erst heute morgen „in Dienst gestellt“ wurde. Das Löschwasser kann automatisch mit Schaumextrakt vermischt werden. „Eine enorme Hilfe“ sagte Hinz.

Fast vier Stunden dauerte der Einsatz. Kranke Kinder mußten nicht aus den Stationen verlegt werden. Für sie bestand – so die Klinikleitung und Feuerwehr – zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung. So war der stundenlange Einsatz für die Kinder – teilweise auch für deren Eltern – wohl eher eine Art Abwechslung: aus Fenstern oder vom Balkon aus beobachteten sie die Feuerwehr-Arbeit.

Über die Schadenshöhe gibt es derzeit noch keine genauen Informationen.